Montag, 3. März 2014

Wenn man einen Wohnwagen hat...

...dann sollte man ihn nicht nur im Sommer besuchen...

Reumütig schauten wir uns unseren total verdreckten Balduin an... grün und schwarz... braun und gelb... die typischen Herbstfarben am Wohnwagen?!
Wo ist das strahlende Weiß geblieben?
Wo die spiegelnden Fenster.. die leuchtenden Felgen?

"Ach du Sch...." murmelte mein Mann und kratzte sich nachdenklich seinen, vom überflüssigem Haarwuchs befreiten Schädel.

Wir waren den ganzen Herbst und auch den Winter, nur zweimal kurz bei Balduin, um nach dem Rechten zu sehen. Da hat unsere Aufmerksamkeint aber eher der Schuppen in Anspruch genommen...

Da unser Platz direkt am See liegt, hatten die Herbststürme ungehindert Zugang zu unserer Pazelle, und hatten die Tür unseres Gerätehäuschens stark in Mitleidenschaft gezogen. Also war da erst einmal Sicherung notwendig.
Aber als Entschuldigung ist dies natürlich etwas dürftig... ;-)

Also fuhren wir am Samstag, den 15.02.2014 schon ganz früh los, um den Wohnwagen für die Fahrt am darauffolgendem Wochenende vorzuberereiten.

Balduin sollte in die Firma, in der mein Mann beschäftigt ist, gezogen werden. Dort wird er dann gewaschen und für den TÜV vorbereitet.
Wir stellten nämlich fest, dass wir selbst diesen Termin völlig vergessen hatten.. :-(
Nun war Balduin ein halbes Jahr überfällig... und es wurde höchste Zeit!

Wir räumten alles, was nicht im Wohnwagen verbleiben sollte in unseren kleinen Geräteschuppen, selbst das Reserverad fand dort einen vorrübergehenden Platz.
Mein Mann wollte unseren Balduin so leicht wie möglich haben, um ihn auch mit der Hand gut bewegen zu können.
Wir stellten auch fest, dass auf einer Seite ein Rad platt war, doch mein Mann meinte nur lakonisch: "...kommen eh beide komplett neu, dieses Rad hat schon immer etwas Luft verloren."

Wenn man eine 100er Zulassung für seinen Wohnwagen haben will, dürfen die Räder nicht älter als 6 Jahre sein und unsere waren sicherlich schon so alt, wie Balduin selbst. ;-)
Also erst einmal Räder runter!


Ein kleiner hydraulischer Wagenheber, zwei Stützböcke, ein Radkreuz und eine dazu passende Hebelverlängerung sollten dieses Unterfangen nicht wirklich schwer werden lassen.
Dazu natürlich die Kurbel für die Beinchen vom Balduin.
Die Stützen wurden damit nachreguliert, damit sie die Bodenhaftung nicht verlieren.


So war es dann auch, schnell war Balduin aufgebockt und die Räder lagen bei uns im Auto.


Die Felgen wurden dann noch gut eingepackt, um sie vor der Witterung zu schützen.



Der erste Teil der Arbeit war getan,...aber es wartet ja noch ein zweiter Teil heute auf uns. ;-)


Doch ersteinmal eine kurze Besinnung und diesen Blick genießen...

Immer wieder mal, ließ ich  meinen Blick über den See schweifen. Mein Mann arbeitet am besten, wenn man ihn alleine werkeln lässt. ;-)
Ist dieser Ausblick nicht herrlich?! Ich freue mich schon sehr darauf, hier bald wieder ein paar schöne Stunden zu verbringen.

Da die Türen des Schuppens nicht mehr die besten sind und die Herbststürme viel Vergnügen daran fanden, zu versuchen, diese auf zu drücken, hatte mein Mann die Idee, eines Wind- und Regenschutzes.
Der Schuppen selbst ist zwar abgeschlossen, doch schafften es starke Winde eine Seite der Türen
fünf cm einzudrücken, weiter geht es zwar nicht, doch reicht es aus um Regen ungehindert ins Häuschen zu lassen.


Es wurden 4 Lochschrauben von Innen nach Außen an den Schuppen geschraubt und in eine ausrangierte Bodenschutzmatte wurden passende Löcher gebohrt, so dass die Matte nun auf die Schrauben gehangen und dort fixiert werden konnte.

Dabei konnte ich ihm gut zur Hand gehen und das Ergebnis kann sich ja auch sehen lassen :-)

Aber mein Interesse lag etwas mehr bei den Pflanzen. Bisher haben wir dort ja noch nicht viel gepflanzt. Außer einer Bergenie und einer Hortensie, gibt es dort noch keine Bepflanzung.




Leider kann man auf dem Bild nicht die zarte Blattbildung erkennen, die ich aber schon sehr wohl wahrnehmen konnte.

Vor dem ersten Rasenmähen, müssen erstmal die vielen Maulwurfhügel entfernt werden.
Doch mache ich mir darüber nicht so viele Gedanken, denn mein Mann hatte sich eines hingemurmelten Satzes von mir zu Herzen genommen... der da lautete:
"Irgendwann möchte ich mir nicht dauernd die Schuhe so dreckig machen..." *gggg*

Nun plant er eine Terrasse...*pfeif*:-)

Ich freu mich schon sehr auf den Sommer dort am See.

Aber bis dahin ist noch ein wenig Zeit und es gibt noch viel zu tun... nicht nur für ihn. ;-)


Kommentare:

  1. Hallo :-)
    einen schönen Stellplatz habt ihr dort am See!
    Ja, nach dem Winter ist unser WW auch immer sehr schmutzig.
    Mitte Juni fahren wir wieder für vier Wochen nach Nordschweden (Lappland) und im September eine Woche in's Berner Oberland. Zwischendurch ab und zu ein Wochenende irgendwohin :-)
    Was habt ihr so geplant?
    Liebe Grüsse Tony (unsere Wohnwagenreisen)

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    1. Danke dir Tony.
      Schön zu wissen, dass nicht nur unser Wohnwagen nach dem Winter schmutzig ist. ;-)
      Hach, 4 Wochen nach Schweden, klasse. Schweden wäre auch mal ein Ziel für uns, aber das Bedarf ja doch einer genauen Planung.
      Wir haben vor Ende April eine 1. Tour zu machen, wohin wissen wir noch nicht. Im September ist auf jeden Fall eine Tour in den Norden geplant, ein genaues Ziel haben wir aber auch noch nicht ausgeguckt. Tja und zwischendurch mehrere Wochenenden auf unserem Stellplatz, den wir bis dahin hoffentlich schon etwas verschönert haben, mit Pflanzen und einer Terrasse. ;-)
      LG
      Anja

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